Gute Führungsarbeit wird zum Schlüsselfaktor, um die Beschäftigten langfristig an ein Unternehmen zu binden.

10 Erfolgsschritte für die Praxis

Erstmals ist in Deutschland die Wechselbereitschaft bei den Beschäftigten höher als in den USA, wie jüngst zwei Studien unabhängig voneinander gezeigt haben. Der Grund hierfür liegt in der hohen Unzufriedenheit bei den Angestellten. Es herrscht eine Kluft zwischen der positiven Selbsteinschätzung der Führungskräfte und den MitarbeiterInnen, die nur noch „Dienst nach Vorschrift“ machen oder bereits auf dem Sprung zum Wettbewerber sind.

Wie lässt sich diese Kluft schließen? Und wie hängen Neurobiologie und Führungsarbeit zusammen? Die Padberg-Beratung hat 10 Schritte für die erfolgreiche Führungsarbeit erstellt.

In den meisten Betrieben quellen derzeit die Auftragsbücher über, während bundesweit ein überdurchschnittlich hoher Fachkräftemangel herrscht und demnächst Millionen von Babyboomern in Rente gehen. Hinzu kommen akute Versorgungsengpässe bedingt durch die Spätfolgen von Corona und den Ukrainekrieg. Mehr denn je erfordert dies eine gute und vorausschauende Führungsarbeit.

Das Start-Up Personio hat drei Gründe für die hohe Wechselbereitschaft der deutschen ArbeitnehmerInnen identifiziert: 1) Fehlende Karrierechancen, 2) zu viel Stress und 3) schlechte Führungskräfte. Die beiden ersten Faktoren seien vielfach der Pandemie geschuldet, während der die Beschäftigten über die Sinnhaftigkeit ihres Jobs nachgedacht und zudem erkannt hätten, dass sie diesen standortunabhängig erledigen könnten. Der dritte Faktor liege in direkter Verantwortung von Vorgesetzten. [1][2]

Als Gründe hierfür gibt fast jeder zweite Angestellte mangelnde Wertschätzung und Anerkennung an sowie das Gefühl, „auf der Stelle zu treten.“ Der Anteil derjenigen, die nur noch „Dienst nach Vorschrift machen“ entspricht rund fünf Millionen Beschäftigten (14 Prozent), was bundesweit zu Produktivitätseinbußen zwischen 93 und 115 Milliarden Euro führt (Statistisches Bundesamt 2021). Im krassen Gegensatz hierzu stehe die Überzeugung von 97 Prozent aller Führungskräfte, einen guten Job zu machen.
 

Gelungene Führungsarbeit als Schlüsselfaktor für unternehmerischen und volkswirtschaftlichen Erfolg

Die Zahlen spiegeln die Bereitschaft zum Firmenwechsel: Gallup zufolge suchen aktuell 14 Prozent aller deutschen Beschäftigten eine neue Stelle, doppelt so viele wie 2020. Für Deutschland ist das ein Rekord. In den USA sind es dagegen nur 10 Prozent. Sechs von zehn aller 18- bis 34-jährigen Angestellten in Deutschland planen binnen zwölf Monaten einen Jobwechsel, womit eine ganze Generation den betroffenen Unternehmen nicht mehr zur Verfügung stehe, so Personio. Gallup attestiert sogar jedem vierten deutschen Beschäftigten eine Abwanderungsbereitschaft. Damit wird eine gelungene Führungsarbeit zum Schlüsselfaktor für deutsche Unternehmen und die deutsche Wirtschaft.

Die Padberg Beratung setzt in ihrer Unternehmensberatung sowie in ihren Trainings, Coachings und Ausbildungen seit mehr als 20 Jahren mit innovativen Methoden auf das Motto „Wertschätzung schafft Wertschöpfung“. Und dies bei KundInnen in der Privatwirtschaft genauso wie im Öffentlichen Dienst oder bei gemeinnützigen Organisationen. „Unsere Konzepte zielen darauf, die vorhandenen Ressourcen eines Unternehmens zu stärken. Hierbei stehen die Führungskräfte und Beschäftigen im Fokus. Denn ohne gut funktionierende Teams geht gar nichts, das zeigt die aktuelle Lage mehr als deutlich“, so Geschäftsführer Ekkehart Padberg.

Gute Führung beginnt nach den Erfahrungen des Bonner Unternehmens damit, dass die Führungskräfte sich selbst und ihren Teammitgliedern Vertrauen, Empathie, Augenhöhe und Wertschätzung entgegenbringen und dies als Vorbild leben. Das rein fachliche Know-How der Führungskraft spielt demgegenüber längst nicht mehr eine so große Rolle wie früher. Gut funktionierende Teams setzen sich heute mehr denn je aus dem spezifischen Fachwissen aller Beteiligten zusammen. Die Aufgabe der Führungskräfte bestehe darin, dies nach innen und außen sensibel zu koordinieren. Und das gelingt am besten in einer Kultur des Vertrauens, die auch neurobiologisch von großer Bedeutung für die Führungsarbeit ist. Damit kommt den Softskills für die heutige und zukünftige Führungsarbeit eine überdurchschnittlich hohe Bedeutung zu.
 

Neurobiologie gelungener Führungsarbeit

Ekkehart Padberg: "Vertrauen ist der Primärfilter aller Wahrnehmung. Wechselseitiges Verständnis und Vertrauen entstehen nur durch die Bereitschaft, die Welt des anderen wirklich verstehen zu wollen. Neurobiologisch ist der Grad des Verstehens unmittelbar an die Qualität des Kontaktes gekoppelt. Schon ein geringer Vertrauensverlust zwischen Führungskräften und MitarbeitInnen führt rasch zu einer Kultur der Rechfertigung und des Misstrauens."

Schon die gängige Praxis, dass eine Führungskraft während eines Mitarbeitersgesprächs häufig auf ihr auf Smartphone schaue, reduziere die Aufnahmefähigkeit des Einzelnen bezogen auf den Inhalt des Gespräches auf nahe null. Ein anderes Beispiel sind Teambesprechungen, bei denen parallel E-Mails beantwortet werden oder die Teilnehmenden häufig den Raum verlassen, um zu telefonieren.

Fakt ist: Dort, wo der Kontakt unterbrochen wird oder nicht durch Vertrauen und ernsthafte Wertschätzung gekennzeichnet ist, werden Botschaften oftmals anders verstanden als erwartet, da schon kleinere Unschärfen in der Sprache, Körpersprache, Intonation etc. zu deutlich anderen Bewertungen führen könnten, als den erwünschten. Die Konsequenz hieraus sind erhebliche Blind- und Doppelleistungen, um der Gefahr zu entgehen, fachlich etwas falsch zu machen.

"Dort, wo wir uns dagegen durch unsere Chefs ernsthaft wertgeschätzt erleben, öffnet sich unsere Wahrnehmung wie von alleine und wir sind in der Lage, den Überblick zu behalten, richtig zu priorisieren und sachgerechte Entscheidungen zu fällen. Ist diese Wertschätzung nicht nur auf uns selbst bezogen, sondern auch auf unsere KollegInnen und das Umfeld, in dem wir tätig sind, entsteht eine gute Basis für Vertrauen zu uns selbst und anderen", erklärt er. 

Die Padberg-Beratung schafft seit mehr als 20 Jahren für Unternehmen und deren Führungskräfte eine neue Qualität des Miteinanders: "Wo Menschen in ihrer Balance sind und ein gemeinsam getragenes Zielverständnis haben, sind Effektivität, Effizient und Erfolg sowie die Freude am gemeinsamen Gelingen die logische Konsequenz", so Ekkehart Padberg.

Das Unternehmen hat 10 Schritte für die erfolgreiche Führungsarbeit erstellt, anhand derer Führungskräfte kontinuierlich überprüfen können, wie gut sie selbst und ihr Team aufgestellt sind. 

 

10 Schritte für die erfolgreiche Führungspraxis

Folgende 10 Schritte stehen im Vordergrund gelungener Führungsarbeit:

  1. Machen Sie durch Ihr Vorbild die eindeutige Wahrnehmung Ihres Amtes bezogen auf die gemeinsame Mission klar. Dazu gehört, jederzeit verlässlich und berechenbar zu sein.
  2. Leben Sie ernsthafte Wertschätzung, Empathie und Achtsamkeit im Umgang mit Ihren MitarbeiterInnen und KundInnen vor.
  3. Entwickeln Sie die Ressourcen und Kompetenzen Ihrer MitarbeiterInnen.
  4. Motivieren Sie diese, eigene Ideen zu entwickeln und selbstbewusst zu vertreten.
  5. Schaffen Sie die Rahmenbedingungen, in denen andere ihre Erfolge erleben können
  6. Etablieren Sie eine lösungsorientierte Feedback-Kultur, in denen Fehler als Feed-Back dienen: Was können wir hieraus lernen?
  7. Holen Sie Ihre MitarbeiterInnen dort ab, wo sie stehen (auch wenn es um private Themen geht).
  8. Seien Sie sensibel für Signale aus dem Markt und dem Unternehmen, um das Team frühzeitig auf Veränderungen vorzubereiten.
  9. Sprechen Sie Konflikte direkt an und klären Sie diese unbedingt im persönlichen Gespräch.
  10. Achten Sie selbst und achten Sie bei Ihren MitarbeiterInnen auf ein gesundheitliches Gleichgewicht, körperlich, mental und seelisch.

Die Beratungspraxis der Padberg-Beratung zeigt: Führungskräfte, die ihre Teams nach diesen Prinzipien führen und selbst Vorbild dafür sind, können darauf bauen, dass es gerade in Krisenzeiten zusammenhält und an Herausforderungen wächst.

Haben Sie Fragen?
--------------------------------------------

[1] Vgl. General-Anzeiger vom 07/08. Mai 2022: Großer Frust in den Belegschaften, S. 7.

[2]https://www.rnd.de/wirtschaft/studien-zeigen-grosser-frust-in-deutschlands-belegschaften-NCRDX55DKBG5VNPJ6GLWLZY67Q.html