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Positives Sponsorship motiviert Mitarbeiter zu Höchstleistungen und steigert den Unternehmenserfolg

Wann haben Sie als Führungskraft oder Mitarbeiter zuletzt Würdigung, Anerkennung oder Wertschätzung in Ihrem Arbeitsumfeld erfahren? War dies mehr als nur eine Flos­kel, schätzen Sie sich glücklich. Dann gibt es dort - zumin­dest in Ansätzen - positi­ves Sponsorship. Richtig eingesetzt, motiviert es zu Höchst­leistungen und schafft ein Klima für hervorragende Unternehmen­sergebnisse.

Sie befinden sich in großer Gesellschaft, besonders wenn Ihr Vorgesetzter Sie in der letzten Zeit weder gelobt noch Ihre Arbeit gewürdigt hat. Denn deutsche Chefs geizen gerne mit Lob, wie eine europaweite Um­frage der Jobbörse Stepstone bereits 2005 herausfand.[1] Nur 28 Prozent der Deut­schen wissen demnach sicher, dass ihre Arbeit honoriert wird. Im Vergleich zu den euro­päischen Kollegen sind sie damit deutlich schlechter gestellt: 57 Prozent von ihnen wissen den Angaben zufolge genau, dass ihre Leistungen vom Vorge­setzten anerkannt werden.

Lob, Anerkennung und die Förderung von Leistungen sowie eine wertschätzende Kommuni­kation sind im deutschen Arbeitsumfeld eher die Ausnahme. Rückmel­dun­gen erhalten die Arbeitnehmer häufig nur bei Fehlern, nicht für gute Lei­stungen. Mo­netäre Anreize können dieses Defizit bei den Arbeitnehmern nicht wett­machen, weil die Würdigung und Wertschätzung unseres Tuns für hohe und kontinuier­liche Leistungen unabdingbar sind.  

Kein Wunder also, dass zwei Drittel aller deutschen Beschäftigten nur noch Dienst nach Vorschrift machen und nur 13 Prozent eine echte Verpflichtung gegenüber ihrem Unternehmen verspüren (2001: 16 Prozent), wie das Gallup-Institut 2009 heraus­fand.[2] Nach einer 2008 durchgeführten Studie des IFAK-Instituts würde jeder siebte Angestellte seinem Chef am lieb­sten kün­digen.[3] Die Universität Lüne­burg fand zu­dem 2008 heraus, dass 70 Prozent aller Hochqualifizierten ihren derzei­tigen Arbeit­geber innerhalb der nächsten zwei Jahre verlassen wollen.[4]

Da, wo also ein riesiges Potenzial für Kreativität, sprudelnde Ideen und steigende Produktivität herrschen könnte, erwachsen der deutschen Wirtschaft Kosten von jährlich 22,4 Milliarden Euro allein für die Fehltage der Beschäftigten. Denn die Mit­arbeiterbindung hat gravierende Auswirkungen auf den Krankenstand. Fehlen dem IFAK zufolge Mit­arbeiter mit einer hohen Unternehmensbindung im Durchschnitt nur 4,3 Fehltage pro Jahr, sind es bei denen mit geringer Bindung 10 Tage. Hinzu kommt, dass sich die mangelnde Motivation unmittelbar in einer sinkenden Produkti­vi­tät und abnehmenden Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen niederschlägt. Gal­lup zufolge entstehen einem Unternehmen mit 1.000 Mitarbeitern jährliche Mehrko­sten von 485.000 Euro.

Sponsorship bringt neue Impulse zur gezielten Mitarbeiterbindung

Vor dem Hintergrund dieser Zahlen und Entwicklungen bedeutet das positive Spon­sorship für viele Unternehmen einen Gewinn in puncto Motivation und Lei­stungsstei­gerung ihrer Beschäftigten sowie einer erhöhten Wettbewerbsfähigkeit: Zunächst für den therapeutischen Bereich Ende der 90-iger Jahre in den USA von Stephen Gilli­gan entwickelt, hat es der inter­national aner­kannte Autor, Trainer und Berater, Ro­bert Dilts, gezielt für den Bereich des Coachings und den Einsatz im Unterneh­menskon­text weiterentwickelt.

Anders als das oft kommer­ziell ausgerichtete sponsern, bedeutet Sponsorship einen Kontext zu schaffen, in dem andere Optima­les leisten, wachsen und sich bestmög­lich entwickeln können. Dilts definiert Spon­sorship als "Prozess des Erkennens und Würdigens (...) der entscheidenden Cha­rakteristika eines ande­ren Menschen."[5] Diese Form des Sponserns sucht und schützt grundlegende Qualitäten und Poten­ziale bei anderen. Es schafft die Voraussetzungen, sorgt für die Unterstützung und Ressour­cen, die es der gesponserten Gruppe oder dem ge­sponserten Einzelnen er­möglichen, ihre einzig­artigen Fähigkei­ten optimal zu ent­wickeln."Kurz gesagt bein­haltet Sponsorship die Förderung der einzigartigen Identität von Klienten."[6]

Sponsorship Botschaften

Das positive Sponsorship vermittelt das Gefühl in seiner Einzigartigkeit geschätzt und aner­kannt zu sein. Gerade am Arbeitsplatz führt dies zu einem Gefühl der Si­cherheit und Zugehö­rigkeit. Für Dilts bedeutet Einzigartigkeit hierbei kein "besser" als andere, son­dern vielmehr sich seiner individuellen Identität gewiss zu sein, durch die der Einzelne sich von anderen unterscheidet. "Das Wissen eines Menschen um die eigene Einzigartigkeit erzeugt in ihm das natürliche Bedürfnis, seine Einzigartigkeit auszudrücken, und diese Tendenz weckt seine natürliche Kreativität."[7] Wenn Men­schen klar werde, dass sie einen wichtigen Beitrag leisten können, wirke dies unge­heuer motivierend und aktiviere bei ihnen zusätzliche Energie.

In Arbeitskontexten, in denen kein Sponsorship vorherrscht, fühlen sich die Beschäf­tigten dagegen ängstlich, leer, passiv, wertlos und ungewollt. Bei Negativ-Sponsors­hip steigert sich die emotionale Reaktion zu Gefühlen von unwürdig oder schuldbela­den, abgelehnt und verlassen zu sein, bis hin zu dem Wunsch, aus diesem Umfeld zu fliehen.[8]

Alle diese Gefühle spiegeln sich in hoher oder rapide sinkender Motivation und Lei­stung der Beschäftigten wider. Es ist leicht zu verstehen, dass hoch motivierte Mitar­beiter, die eigene Ideen einbringen und umsetzen können, insgesamt produkti­ver sind als nicht- oder negativ gesponserte Mitarbeiter. Diese gehen rascher in die in­nere Emigration, weisen viele Krankentage auf, kündigen oder flüchten im Ex­trem­fall sogar in den Suizid, wie jüngste Fälle in China oder bei der France Telekom dra­stisch vergegenwärtigen.

Das wissenschaftlich relativ junge Feld der Innovationsforschung bestätigt, dass sich das innovative Potenzial der Mitarbeiter am besten in Unternehmen ent­faltet, in denen das Topmanagement hierfür z.B. mit personalwirtschaftlichen Mitteln das pas­sende Klima schafft.[9] Zur vollen Blüte entfaltet sich das Sponsorship im Unterneh­menskontext dann, wenn es fester Bestandteil des Unter­nehmensleit­bildes ist und sich in allen Unternehmens­strukturen wiederfindet, von der in- und ex­ternen Kom­munikation, über die Produk­tion bis hin zum Kundenservice.

In der Beratung, den Trainings, Ausbildungen und Coachings der Padberg-Beratung ist positives Sponsorship seit Jahren fester Bestandteil. "Für positives Sponsorship gibt es noch viel Entfal­tungsspielraum, egal um welche Branche oder Firmengröße es sich handelt. Unserer Erfahrungen bestätigen, dass richtig angewandtes Sponsporship die Mitarbeiter zu Höchstleistungen motivieren kann und sich nachhal­tig auf den Unternehmenserfolg auswirkt", er­klärt Ekkehart Padberg, Geschäftsführer der Padberg Beratung.


[1] www.stern.de/wirtschaft/job/arbeitsplatz-deutsche-chefs-geizen-mit-lob-536922.html

[2] www.gallup.de / www.gkm-institut.de/sub/aktuelles/a3.html

[3] www.ifak.com/de/ifak-jubil-um/motivation-und-engagement-am-arbeitsplatz-sinken.html

[4] Süddeutsche Zeitung, 2008, Nr. 136, S.18.

[5] Dilts, Robert B., Professionelles Coaching mit NLP, Mit dem NLP-Werkzeugkasten geniale Lösungen ansteuern, Paderborn, 2005, S. 161 f.

[6] Dilts, Robert B., Professionelles Coaching mit NLP, Mit dem NLP-Werkzeugkasten geniale Lösungen ansteuern, Paderborn, 2005, S. 161 f.

[7] Dilts, Robert, ebenda S. 164.

[8] Dilts, Robert, ebd. S. 165 ff.

[9] Computerwoche Online, 20.08.2008 "Mitarbeiter als Ideenpool".

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