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Dem inneren Schweinehund auf der Spur

Nur auf den ersten Blick widersprüchlich: Der innere Schweinehund verfolgt hartnäckig positive Absichten für uns.

Ziele erfolgreich realisieren - Die positive Absicht innerer Widerstände klären

Beinahe jeder kennt das: Wir haben uns fest vorgenommen, abends eine Runde joggen oder ins Fitnessstudio zu gehen. Trotzdem landen wir wieder auf der Couch, und die Chipstüte neben uns ist leer. Dabei hatten wir doch den Vorsatz, fit zu werden und uns gesund zu ernähren. Irgendwas hat uns wiedermal zurückgehalten. Wie kann das sein? - Hier grüßt ein alter Bekannter: Der innere Schweinehund.

Gerade wenn es um Ziele wie Sport, mehr Bewegung oder gesündere Ernährung geht, scheint sich unser innerer Schweinehund gekonnt in den Weg zu stellen. Einerseits nehmen wir ihm das übel, andererseits sind wir ihm oft auch dankbar. Ganz schön widersprüchlich und doch wahr. Auch wenn wir es nicht glauben können: Er verfolgt hartnäckig positive Absichten für uns.

Wozu soll das denn gut sein, werden Sie jetzt fragen. Statt Sport zu machen, immer wieder faul auf der Couch zu landen und sich ungesund zu ernähren? Unser innerer Schweinehund würde vielleicht antworten: "Um Ruhe und Entspannung für Dich sicherzustellen", oder "damit Du schnell von der Arbeit runterfahren und Dich erholen kannst." Oder "..." Lauschen Sie hier mal seiner Stimme und lassen Sie sich überraschen, was er Ihnen mitteilt.

In engem Kontakt mit unseren vier Gehirnsystemen

Gleichzeitig ist unser innerer Schweinehund auch schlau: Er steht in direkter Kommunikation mit unseren vier Gehirnsystemen, die dafür verantwortlich sind, ob und wie wir überhaupt eine Entscheidung fällen.

Das Belohnungssystem dominiert in unserem Gehirn jede Entscheidung. Ganz nach dem Motto: "Wenn ich für meine Entscheidung – und sei sie auch noch so klein – keine Belohnung bekomme, strenge ich mich gar nicht erst an." Belohnung meint hier keine materielle Belohnung. Vielmehr so etwas wie: "Wenn ich jetzt rasch meiner Kollegin am Computer helfe, wird sie mich auch später bei der Projektplanung für morgen unterstützen." Oder: "Ich esse heute Mittag nur eine Kleinigkeit, weil ich mir heute Abend mit meinem Partner einen Besuch beim Italiener gönne."

Der Schweinehund steht hierbei auch in direktem Kontakt mit dem emotionalem System und dem Gedächtnissystem unseres Gehirns und prüft, inwiefern die potenzielle Entscheidung für oder gegen unser Gefühl arbeitet und bezieht frühere Erfahrungen gezielt mit ein. Denn egal um welche Entscheidung es geht, wir prüfen diese immer vor dem Hintergrund vergangener Erlebnisse. Und meist heißt die Maxime: "Eine alte Erfahrung hat Vorrang vor einer neuen."

Vom inneren Widerstand zum Ziel

Unsere Entscheidung fällen wir immer erst dann, wenn unser Gehirn alle drei anderen Systeme "konsultiert" hat. Es wüsste gar nicht, was es überhaupt entscheiden soll, ohne das dominierende Belohnungssystem, die dazugehörenden Emotionen und den Erfahrungsschatz des Gedächtnissystems zu Rate zu ziehen.

Der Schweinehund weiß das! Deshalb gilt es jede Veränderung, die wir anstreben, mit ihm zu verhandeln. Wir meinen zwar in Bezug auf uns und unser Leben alles frei zu entscheiden und immer die Wahl selbst zu treffen. Doch unsere gelernten und die tief in unserer Neurobiologie verankerten Muster, Überzeugungen und Glaubenssätze, laufen häufig viel schneller ab, als wir einen neuen Vorsatz realisieren können. Um hier doch ins Ziel zu kommen, müssen wir zunächst einmal die positive Absicht des Schweinehundes erkennen und würdigen. Und dann heißt es mit ihm verhandeln.

Beim Neuro-Linguistischen-Programmieren (NLP) sprechen wir bei solchen Verhandlungssituationen von der Arbeit mit den inneren Persönlichkeitsanteilen, die auch in unterschiedlichen Therapieformen zum Einsatz kommen. In steter Rückkopplung mit dem Schweinehund - sozusagen als der zentralen Instanz - gilt es jetzt gemeinsam mit den anderen Persönlichkeitsanteilen Alternativen zu entwickeln.

Der Schweinehund ist zwar ein sehr wichtiger Anteil in uns, weil er quasi die Funktion des Schutzwächters einnimmt, aber nicht der Einzige. Gerade weil er eine so dominante Rolle spielt, ist er vielleicht selbst noch nie mit den anderen Teilen in Kontakt getreten. Deren positiven Absichten und Ideen sind ihm deshalb vielleicht unbekannt. 

Fazit: Der innere Schweinehund macht Pause

Allein die Tatsache, dass der Klient im Rahmen eines Coachings erfahren kann, welche positive Absicht mit den inneren Widerständen verbunden sind, verschafft ihm häufig unmittelbar eine große Erleichterung. Entdeckt er dann die kreativen Teile in sich, die ihn auf eine für ihn positive Art und Weise unterstützen können, steht der erfolgreichen Zielerreichung meist nichts mehr im Wege. Dann kann auch endlich der innere Schweinehund mal Pause machen.

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